
Kooperationen
Ungarische Anthroposophische PädagogischeWerkstatt (APM, Ungarn)
Die Akademie für anthroposophische Pädagogik (AfaP) in Dornach und die ungarische Anthroposophische Pädagogische Werkstatt (APM) arbeiten eng im Bereich der Lehrerbildung zusammen, um die Qualität der Waldorfpädagogik in Ungarn sicherzustellen und zu fördern.
Die Zusammenarbeit ist wie folgt strukturiert:
- Zusammenarbeitsvereinbarung: Seit Januar 2022 besteht ein formelles Abkommen, das es der APM in Ungarn erlaubt, Waldorflehreraus- und Fortbildungen mit Genehmigung der AfaP zu organisieren.
- Anerkannte Diplome: Die Absolventen der ungarischen Ausbildung erhalten ein Diplom der AfaP, das auf BA-Niveau qualifiziert und zur Tätigkeit an Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen weltweit berechtigt. Die Diplome werden zweisprachig ausgestellt.
- Gegenseitiger Austausch: Die Kooperation beinhaltet einen regelmäßigen Austausch von Dozierenden, die eingeladen werden, um Inhalte zur Praxisforschung und den Grundlagen der Waldorfpädagogik zu vermitteln. Es finden auch direkte Begegnungen zwischen Studierenden im Rahmen internationaler Veranstaltungen, wie einem gemeinsamen Sommerblock, statt.
- Qualitätssicherung: 3 Vertreter des Deutschen Waldorfbundes inspizierten vor Ort die Seminarleistungen und schrieben einen offiziellen Bericht als Rückmeldung an die Vereinigung in Ungarn. Zusätzlich werden jährlich Qualitätsberichte seitens der AfaP verfasst, welche ebenfalls vor Ort die Durchführungsqualität begutachtet und dokumentiert.
- Internationale Vernetzung: Durch diese Kooperation ist die ungarische Ausbildung in ein internationales Netzwerk eingebunden, das auch Verbindungen zu anderen Partnern wie der Alanus Hochschule in Deutschland umfasst.
Zusammenfassend ermöglicht die Zusammenarbeit der APM und der Waldorf-Assoziation mit der AfaP eine qualitativ hochwertige, international anerkannte Waldorfausbildung direkt in Ungarn.

Lakota Waldorf School (AIWP, USA)
Die Akademie für anthroposophische Pädagogik (AfaP) in Dornach hat mit der Academy for Indigenous Waldorf Pedagogy (AIWP), die in Zusammenarbeit mit der Lakota Waldorf School in South Dakota gegründet wurde, eine Kooperation im Bereich der Lehrerbildung etabliert.
Details zur Kooperation:
- Gründung der AIWP: Die AIWP wurde 2019 von Celestine Stadnick gegründet, um Lehrkräfte vor Ort im Pine-Ridge-Reservat auszubilden, da die Entsendung von Lehrern zu entfernten Waldorf-Ausbildungen teuer und schwierig war.
- Ausbildungsentwicklung: Dozierende der AfaP, darunter Thomas Stöckli, Gerwin Mader und Dieter Schaffner, haben gemeinsam mit dem Team der AIWP den Lehrplan für die indigene Waldorfpädagogik entwickelt.
- Ziel: Die Kooperation ermöglicht es, Lehrkräften der Lakota Waldorf School, eine lokale Ausbildung zu erhalten, die auf den Prinzipien der Waldorfpädagogik und der anthroposophischen Menschenkunde basiert.
Aus dem Schulleben der Lakota Waldorf Schule
Im folgenden Bericht schildert uns die Initiantin unserer Partnerschule im Lakota Reservat in South Dakota (USA), Isabel Stadnick, wichtige Ereignisse aus ihrem Schulleben der vergangenen Monate.
Ein Jahreshöhepunkt ist immer der Abschluss des Schuljahres, wenn wir die 8. Klass-Abschlussfeier halten und die 8. Klässler verabschieden müssen; sie werden auf einer anderen Schule die Highschool absolvieren. Die Lakota Waldorf Schule führt vom Kindergarten bis zur 8. Klasse.
In der Lakota Tradition werden besondere Taten oder Leistungen mit einer Adlerfeder ausgezeichnet. Jugendliche werden deshalb zum Abschluss der 8. Klasse und später der 12. Klasse mit einer Adlerfeder geehrt. Die Mädchen bekommen eine „Plume“. Die Plume ist die Feder, weiss und flauschig, die unter dem äussern Federkleid liegt. Die Knaben erhalten eine Adlerfeder. So ist es auch an unserer 8. Klass-Abschlussfeier. Die Familie bereitet die Adlerfeder vor und bindet sie während der Zeremonie in die Haare. Dazu wird eine Sternendecke (Starquilt) um die Schultern der Schülerinnen gelegt. Dies ist ein sehr feierlicher Moment.
An der Lakota Waldorf Schule ist eine zusätzliche Tradition, dass alle Abschlussschüler einen Baum auf dem Schulgelände pflanzen. So hinterlassen alle etwas für die zukünftigen Schülerinnen.



Schweiz mit dem Institut für Praxisforschung
Die AfaP kooperiert mit dem Institut für Praxisforschung mit dem Fokus auf pädagogische Praxisforschung, Forschung und Entwicklung sowie auf eine wissenschaftliche Orientierung. Diese Zusammenarbeit stärkt die forschungsbasierte Ausrichtung der Ausbildung und fördert den Transfer zwischen Praxis, Waldorfpädagogik und Erziehungswissenschaft. Zudem berät das Institut für Praxisforschung die AfaP in allen Fragen rund um die Diplome und deren Anerkennung. Dies stärkt die Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Ausbildung. Weiteres zur Passerelle.
Weitere Informationen:
Leitung Institut für Praxisforschung, wissenschaftliche Begleitung und Beratung vor allem in Diplomfragen
Dr. phil. Thomas Stöckli, Erziehungswissenschaftler, zuständig für Diplomfragen, forschend und publizistisch tätig im Institut für Praxisforschung und der AfaP, vor allem im Bereich «Lebenslernen», Jugendpädagogik, Praxisforschung zur Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik, www.institut-praxisforschung.com.

Plastikschule, Textil und Kunst, Begleitkunst-Aus- bildung und Arbeitsgemeinschaft der Rudolf Stei- ner Schulen in der Schweiz und Liechtenstein
Eine weitere Zusammenarbeit gibt es mit den Fachausbildungen für Werklehrpersonen in der Plastikschule, für Handarbeitslehrpersonen bei Textil und Kunst, mit der Eltern-Kind Gruppe Bereich Kleinkind und mit der Arbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen in der Schweiz und Liechtenstein.
Eine weitere Zusammenarbeit gibt es mit den Fachausbildungen für Werklehrpersonen in der Plastikschule, für Handarbeitslehrpersonen bei Textil und Kunst, mit der Eltern-Kind Gruppe Bereich Kleinkind und mit der Arbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen in der Schweiz und Liechtenstein.

Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand! Wir informieren Sie gerne regelmäßig über unsere Entwicklungen.
Anmelden