
Praxisforschung
Seit 1995 bietet die Akademie für anthroposophische Pädagogik (AfaP) praxisbegleitende Studiengänge an. Das Konzept der Verknüpfung von pädagogischer Praxis und dazugehörigem Studium hat sich als sehr fruchtbar erwiesen; der Praxisbezug und das Mitbringen alltäglicher pädagogischer Fragen helfen mit, ein Unterrichtsklima zu schaffen, das im höchsten Maße verbindlich ist. Wichtiger Bestandteil ist der weite Bereich der Praxisforschung, das als Projekt nicht erst zum Abschluss der Ausbildung ausgearbeitet, sondern während des gesamten Studiums vertieft, erweitert und studienbegleitend aufgebaut wird. Die AfaP lebt entscheidend von der Rückkopplung an das Schulzimmer, vom Echo aus den Kollegien, von den konkreten Bedürfnissen der aktuellen Unterrichtssituation.
Von der ersten Lektion an werden die Studierenden aktiv miteinbezogen in den Unterricht, bennennen eine Forschungsfrage und – ausgehend von eigenen Unterrichtsbeobachtungen und Erfahrungen wird diese Frage über die gesamte Studienzeit vertieft und die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse dokumentiert. Denn erst mit den Kindern selber erwacht der/die Pädagoge/in, wie dies schon Steiner formulierte. Das setzt eine ständige Reflexion und Bewusstmachung dessen voraus, was pädagogisch getan und im Zusammenhang mit einem Fach erlebt und erkannt wird.
Leitlinien Praxisforschung zum Herunterladen ›Netzwerk Praxislehrpersonen
Über die gesamte Schweiz und Liechtenstein verteilen sich die Rudolf Steiner Einrichtungen. Dort aktiv unterrichtende Lehrpersonen und Kindergärtnerinnen nehmen zum Teil an der Praxislehrpersonen-Ausbildung in Dornach teil und qualifizieren sich mittels Zertifikat zur AfaP-Praxislehrperson. Die Praxisleitung der AfaP (Lehrerbildung wie Elementarpädagogik) sind sowohl Ansprechperson wie verantwortlich für die Verteilung der Studierenden an den verschiedenen Praxisorten. Eine enge Zusammenarbeit begünstigt einen praxisnahe erfolgreiche Ausbildungszeit.
